Die Wachmauer

Der Wächter läuft die Burgmauer ab und trägt Fackeln bei sich.
Auf jeder Zinne steht, wie viele er dort dazubekommt (+) oder abgeben muss (−).
Er darf unterwegs nie ohne dastehen. Gesucht ist, wie wenig er zum Start braucht.
Der Wächter links läuft nach rechts, der Wächter rechts läuft zurück - das sind zwei Antworten.
Im Mauerband kannst du mitschreiben, wie viele er nach jedem Schritt noch hat: oben der Hinweg, unten der Rückweg.

Beispiel

6→←3−514+9109−190−901+7710

Für Eltern

Was übt diese Aufgabe?

Die Wachmauer übt Vorausdenken statt Ausrechnen. Alle Minus-Zinnen zusammenzuzählen ergibt zu viel, die größte Minus-Zinne allein meist zu wenig. Entscheidend ist die knappste Stelle unterwegs, und die findet das Kind nur, wenn es die ganze Mauer im Blick behält. Der Rückweg zeigt dann, dass die knappste Stelle an der Reihenfolge hängt - dieselbe Mauer, andere Richtung, andere Antwort.

Häufige Stolpersteine

Der häufigste Fehler ist, alle Minus-Zinnen zusammenzuzählen und die Plus-Zinnen zu übersehen. Was der Wächter unterwegs dazubekommt, hilft ihm ja weiter. Umgekehrt reicht die größte Minus-Zinne allein nicht, wenn davor schon Fackeln verbraucht wurden. Und für den Rückweg lässt sich die erste Antwort nicht abschreiben - er muss neu abgelaufen werden.

So üben Sie zuhause

Mit Bausteinen eine Mauer legen und mit Münzen durchspielen. Erst mit zu wenig Münzen loslaufen und schauen, wo es knapp wird, dann eine mehr nehmen. Danach dieselbe Mauer von der anderen Seite ablaufen. So wird die knappste Stelle sichtbar statt ausgerechnet.

Verwandt: Rechenraupe, Rechen-Labyrinth

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