Was passiert da?
In Klasse 2 kommen Längen (cm, m), Gewichte (g, kg) und Rauminhalte (l) dazu, dazu das Messen mit dem Lineal, das Schätzen und das Vergleichen.
Neu ist dabei weniger das Rechnen als die Vorstellung: Wie schwer ist ein Kilogramm? Wie lang ist ein Meter? Ohne diese Vorstellung bleibt jede Umrechnung reines Zahlenschieben.
Was zuhause hilft
Stützpunkte aufbauen: Eine Tafel Schokolade wiegt 100 g, eine Milchtüte fasst 1 l, die Türklinke ist etwa 1 m hoch, ein Fingernagel ist ungefähr 1 cm breit. Mit solchen Ankern lässt sich schätzen.
Schätzen vor dem Messen ist dabei die eigentliche Übung: erst raten, dann nachmessen, dann anschauen, wie weit die Schätzung daneben lag. Beim Messen mit dem Lineal auf den Nullpunkt achten: viele Kinder legen die Kante des Lineals an, nicht die 0.
Was dabei schiefgehen kann
Beim Vergleich von 1 m 20 cm und 130 cm scheitern Kinder meist nicht am Vergleichen, sondern an den gemischten Einheiten. Vor dem Vergleichen also in dieselbe Einheit bringen und das laut aussprechen: „1 m 20 cm sind 120 cm.“
Und: Eine Zahl ohne Einheit ist keine Antwort. Auf „Wie lang?“ ist „5“ nicht richtig, „5 cm“ schon. Das konsequent mitgeschriebene Einheitenkürzel erspart in Klasse 3 und 4 viel Ärger.

